Ausgefeiert

Ustermer Bachgassfest findet dieses Jahr nicht statt

Der Quartierverein Oberuster-Nossikon hat personelle und finanzielle Schwierigkeiten. Nun trägt das Bachgassfest die Konsequenzen dafür. Organisator Tobias Rein erklärt die Hintergründe.

von
Olivia
Maurer
Uhr

Schön war es: Die Bewohner genossen ihre Sommertage am Bachgassfest vor zwei Jahren. (Archivbild: Urs Weisskopf)

Vorbei ist es: Das Bachgassfest findet dieses Jahr nicht statt. Bewohner haben getanzt, flaniert und an den Essständen die Köstlichkeiten aus aller Welt probiert. Als der Quartierverein Oberuster-Nossikon alle zwei Jahre zum Fest eingeladen hatte. Es war ein Anlass, der von den Ustermern geschätzt und stets gut besucht wurde. Nun fällt das Bachgassfest aus. «Wir haben schlicht keine Kapazität», sagt Tobias Rein. Der Präsident des Quartiervereins Oberuster-Nossikon hatte das Bachgassfest bereits fünfmal organisiert.

Personelle Defizite

«Dass wir das Bachgassfest nicht durchführen können, liegt unter anderem an mangelndem Personal», sagt Rein. Der Vorstand des Vereins musste dieses Jahr mit einem Austritt einen Verlust verkraften.

Weiter betont Rein, dass mit der Organisation des Bachgassfests ein enormer Aufwand verbunden ist. Er selbst fühlt sich, nur kurz nach der Geburt seines zweiten Kindes, der Aufgabe nicht gewachsen. «Die Organisation basiert vollumfänglich auf Freiwilligenarbeit.» Gerade deswegen empfindet Rein dies als eine undankbare Arbeit. «Da habe ich mich auch mal gefragt, braucht es den Anlass überhaupt noch?»

Auch der Verein geht beim Anlass finanziell leer aus. Mehrkosten zu vermeiden sei eine Herausforderung bei einem Anlass, der mit knapp 10 000 Franken Gesamtkosten auf finanzielle Unterstützung angewiesen ist.

Finanzielle Sorgen

Zusätzliche Hürden ergeben sich gemäss Rein auch aus der Zusammenarbeit mit der Stadt und der Energie Uster. Die Stadt hat dem Verein bislang einen Zuschuss von 5000 Franken vergütet. «Sie hat jedoch vor zwei Jahren klar signalisiert, dass sie finanziell eine Umstrukturierung planen und man nicht mehr so leicht zum Geld komme», sagt Rein.

Auch die Leistungen der Energie Uster sei unbefriedigend. «Jeder der Stände ist auf einen Stromanschluss angewiesen», sagt Rein. Die Energie Uster bietet jedoch kein Rundumpaket an und schliesst lediglich die Stromkästen auf. Somit müsse extra ein Elektriker aufgeboten werden. Auch das kostet Geld. «Allein die Kosten der Energie Uster frisst ein Viertel des Gesamtbudgets.»

Bachgassfest geplant

Trotzdem möchte Rein und der Quartierverein Oberuster-Nossikon das Bachgassfest in den nächsten Jahren wieder durchführen. «Es wird zwar nicht einfacher, aber wir hoffen auf mehr personelle Unterstützung.» Dabei hat er auch ein paar Helfer für das nächste Bachgassfest im Auge. Voraussichtlich wird es am 23. Juni 2018 wieder stattfinden.

Dennoch sind Vorstandsmitglieder für den Quartierverein Oberuster-Nossikon gesucht. «Interessierte dürfen sich gerne bei uns melden.»

Autor: Olivia
Maurer

Kommentare

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare können nur von registrierten Benutzern erfasst werden. Gehe zur Registrierung.