Mönchaltorf

Finanzplan mit Handlungsbedarf

Über der Finanzplanung der Gemeinde Mönchaltorf hängen weiter dunkle Wolken. Zwar rechnet der Gemeinderat im Finanzplan 2017-2021 mit einer Entspannung der finanziellen Lage, zumindest im nächsten Jahr gibt es aber noch ein hohes Defizit.

Uhr

Der Mönchaltorfer Gemeinderat hat den Finanzplan 2017-2021 genehmigt. (Archivbild: Nicolas Zonvi)

Der Gemeinderat Mönchaltorf genehmigte das durch die verschiedenen Ressorts erarbeitete Investitionsprogramm 2017–2021, wie er in einer Mitteilung schreibt. Es enthält Nettoinvestitionen für das Jahr 2018 im Verwaltungsvermögen im Steuerhaushalt von rund 1,2 Millionen Franken, in den Gebührenhaushalten von rund 205’000 Franken sowie im Finanzvermögen von 300’000 Franken. 

6,4 Millionen Franken in 4 Jahren investieren

Die Nettoinvestitionen für die Jahre 2017 – 2021 betragen im Verwaltungsvermögen im Steuerhaushalt rund 6,4 Millionen Franken und in den Gebührenhaushalten rund 1,4 Millionen sowie 840’000 Franken im Finanzvermögen. Die von den verschiedenen Ressorts erarbeiteten, einzelnen Vorhaben der Investitionsplanung seien auf ihre Dringlichkeit, Höhe des Betrages und Umsetzbarkeit innerhalb der geplanten Zeitspanne hin überprüft worden und der Gemeinderat musste keine Anpassungen mehr vornehmen.

Im Jahr 2018 müsse gemäss Finanzplan noch mit einem hohen Defizit von 1,4 Millionen Franken gerechnet werden, schreibt der Gemeinderat. Der geringere Ressourcenausgleich und Kostensteigerungen in Bereichen wie Bildung und Gesundheit seien dafür hauptverantwortlich.

Nettoschuld wird reduziert

Wenn die Abschreibungsbelastung unter der neuen Rechnungslegung HRM2 ab dem Jahr 2019 zurückgeht, dürften aber gut ausgeglichene Ergebnisse resultieren. In den Jahren 2017 und 2019 verbessere sich die Situation dank Buchgewinnen zusätzlich. «Solange die Investitionen nicht auf höherem Niveau sind wie in dieser Planung, können sie aus der Selbstfinanzierung gedeckt werden», schreibt der Gemeinderat. Die Nettoschuld und die verzinslichen Darlehensschulden können reduziert werden. «Ohne Sondereffekte bleibt die Situation jedoch angespannt und die erwartete Selbstfinanzierung verharrt auf unterdurchschnittlichem Niveau.» Ohne weitere Verbesserungen sei eine stabile Steuerfussentwicklung gefährdet.

Im aktuellen Plan werden die Ziele nur teilweise erreicht und es zeigt sich Handlungsbedarf. Zwar wird der Ausgleich der Erfolgsrechnung am Ende der Planung unter der Annahme von geringeren Abschreibungen unter HRM2 erreicht. Zum vollständigen Abbau der Nettoschuld sei jedoch eine Verbesserung von ca. 2,5 Mio. Franken notwendig. «Kann die Selbstfinanzierung nicht mit striktem Kostenmanagement inklusive allfälligem Leistungsverzicht verbessert oder die Investitionen reduziert werden, müsste der Steuerfuss vier bis fünf Prozentpunkte höher angesetzt werden», schreibt der Gemeinderat. 

Bevölkerungszuwachs als Faktor

Im Auge zu behalten seien auch die Auswirkungen des Bevölkerungswachstums. Ertragsseitig könne mit Mehrerträgen gerechnet werden, aufwandseitig seien die Auswirkungen zum heutigen Zeitpunkt noch schwierig abschätzbar. Im Plan wird mit zusätzlichen Schulklassen und erhöhten Zuwachsraten, vor allem im Gesundheits- und Sozialbereich, gerechnet. Die Umsetzung des Investitionsvolumens verlange nach einer bewussten Priorisierung, nicht unbedingt notwendige Projekte seien auf später zu verschieben. (zo)

Kommentare

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare können nur von registrierten Benutzern erfasst werden. Gehe zur Registrierung.