Rita Fuhrer nach Flugunfall in Maur

«Ich hatte einen wunderbaren Schutzengel»

Zwischen Maur und Uessikon legte am Montagabend kurz vor 18:30 Uhr ein Oldtimer-Flugzeug eine Bruchlandung hin. Verletzt wurde niemand, es entstand Sachschaden. Mit an Bord war die ehemalige Regierungsrätin Rita Fuhrer aus Pfäffikon.

von
Manuel
Reimann
Fabian
Senn
Uhr

Das beschädigte Flugzeug. (Bild: Fabian Senn)

Am frühen Montagabend fand beim Restaurant Stallstube zwischen Uessikon und Maur eine Vorführung mit zwei Oldtimer-Flugzeugen des Typs Fieseler Storch statt. Nach Überflügen über das Gelände oberhalb des Greifensees wollte kurz vor 18:30 Uhr einer der Piloten seine Maschine auf der Wiese unterhalb des Reitstalles Steindrüsen landen.

Möglicherweise war das Flugzeug aber etwas zu tief unterwegs. Denn beim Landeanflug, der von Maur her kommend in Richtung Mönchaltorf stattfand, blieb die Maschine vor den Augen des Züriost-Reporters mit dem Fahrwerk im Graben des kleinen Baches hängen, der an dieser Stelle zum Greifensee hinunter führt. Das Fahrwerk des Flugzeuges und der Propeller wurden beschädigt.

Video: Leserreporter

 

Betrieben von Oetwiler Verein

Beim verunfallten Oldtimer-Flugzeug handelt es sich um die Fieseler Storch A-99, deren Entwicklung auf das Jahr 1936 zurück geht. Betrieben wird die Maschine vom Verein "Freunde des Fieseler Storch" mit Sitz in Oetwil am See. 

Wie Stefan Bitterle, der Kommunikationsverantwortliche des Vereins, vor Ort erklärte, ist bei der missglückten Landung niemand verletzt worden. Er schätzt den entstandenen Schaden am Flugzeug nach einem ersten Augenschein auf etwa 80'000 bis 100'000 Franken. Er glaubt zudem, dass die Maschine wieder repariert werden kann.

Rita Fuhrer meldet sich zu Wort

Die Kantonspolizei Zürich bestätigte am späten Montagabend den Vorfall, ebenso bestätigte sie, dass der 67-jährige Pilot und seine Mitpassagierin - gemäss einem Augenzeugen Alt-Regierungsrätin Rita Fuhrer - unverletzt blieben.

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(Archivbild: Sybille Meier)

Am Dienstagmorgen meldete sich nun auch Fuhrer selbst via Facebook zu Wort. Mehrere Freunde hatten sich auf ihrem Account nach ihrem Befinden erkundigt. Es gehe ihr gut, antwortete die 64-Jährige. «Ich hatte einen wunderbaren Schutzengel».

Die genaue Unglücksursache wird laut Polizei nun abgeklärt.

Die privat organisierte Flugshow sollte auf die 1. August-Feier der Gemeinde Maur einstimmen, die am Dienstag am gleichen Ort stattfindet. Für die Fugvorführung hatte das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) eine Sondergenehmigung ausgestellt. 

Legendäre Hilfsaktion

Die Flugzeuge des Typs Fieseler Storch hatten in den 1940er-Jahren Berühmtheit erlangt, weil mit ihnen im Hochgebirge Luftrettungen durchgeführt werden konnten. Die Maschinen gelten in der Tat als prädestiniert für Landungen und Starts auf extrem kurzen Pisten.

Ein markanter Meilenstein in der Geschichte der Schweizer Aviatik ist die waaghalsige Landung von solchen Flugzeugen im November 1946 auf dem Gauliglescher auf rund 3000 Meter Höhe. Dank dieser fliegerischen Meisterleistung unter schwierigsten Bedingungen konnten die Insassen einer dort abgestürzten amerikanischen DC-3 gerettet werden.  (mae/sda/fse/mre)

 

 

Autor: Manuel
Reimann
Autor: Fabian
Senn

Kommentare

, Mo 31.07.2017 - 20:02
#1

Und hauptsach de zweit schmiercharre chunt einehalbstund spöter mit blauliecht und sirene ah z fahre....

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