Best Talent beim SRF 3

Greifenseer Rockband trotzt Tiefschlägen

SRF 3 erkor die Greifenseer Band Pablo Infernal im November zum Best Talent des Monats. Trotz Tiefschlägen beim kürzlich veröffentlichten Debütalbum «Lightning Love» arbeiten sie nun am zweiten.

von
Loris
Gregorio
Uhr

Ihr Musikstil nennt sich High Energy Rock ’n’ Roll und dieser widerspiegelt sich im neuen Album: Verzerrte Gitarren, Drumsolos und lauter Gesang. Der Schwerpunkt des Debütalbums von Pablo Infernal liegt in der Ekstase und soll die Hörer in die frühen siebziger Jahre versetzen. Die Greifenseer öffnen aber eine Schere zwischen Euphorie und Melancholie. So kommen auf dem Album auch gefühlsvolle Inputs zum Vorschein.

«Jeden Spunten bespielen»

Seit einem Monat ist das Album «Lightning Love» in Plattenläden und bei digitalen Musikdiensten erhältlich. Dem SRF-Moderator Dominic Dillier scheint das Album zu gefallen. Er spielte Songs aus «Lightning Love» auf SRF 3, was die Band durch die Nachricht eines Freundes zu wissen bekommt. Danach ging alles ganz schnell. Dillier lud die Band zum «Rock Special» ins Studio ein. Während eines weiteren Interviews erfuhren sie, dass sie vom Radiosender zum Best Talent des Monats November gewählt wurden.

Das Wichtigste für die vier Mitglieder von Pablo Infernal: «Wir wollen zusammen auf der Bühne stehen. Dabei wollen wir nicht in grossen Stadien auftreten sondern jeden Spunten einmal bespielen», sagt der Sänger Altin Asllani.

Pablo Infernal performen für SRF 3 «Wild Child». (Quelle: SRF 3/youtube)

Anlass der Musikschule führt zusammen

Die Geschichte der Band beginnt, als Asllani mit dem Bassisten Fabio Schöni in dieselbe Sekundarklasse kommt. Schnell merken die beiden, dass sie denselben Musikgeschmack haben. Den ersten Drummer Timo Meier lernen die Musiker am «Bands in Concert» kennen, das von der Musikschule Uster und Greifensee organisiert wird.

Gitarrist Flavio Scano kommt dazu, nachdem er am Open Air Greifensee 2011 mit Pablo Infernal auf der Bühne stand. Im Februar dieses Jahres kam der Drummer Jan Jossi zur Band, als Meier die Gruppe verliess. Scano kennt Jossi ebenfalls durch «Bands in Concert».

Die grosse Enttäuschung

Vor vier Jahren entstand die Idee für ein Album. Anfangs wollten Pablo Infernal eine Single aufnehmen. Der Produzent Philip Harrison fand aber, dass mehr Songs eine Veröffentlichung wert sind. Deshalb entschieden sie sich für ein Album. Die Songs waren bereits Ende 2014 aufgenommen. Harrison erklärte den jungen Musikern, dass es leichtsinnig wäre, das Album gleich herauszugeben. Die Band sollte erst eine Agentur finden, damit sie de Partner haben, um das Album richtig zu vermarkten.

Ein Jahr später hatte die Band eine Agentur gefunden und stand kurz vor der Veröffentlichung. Die Musiker stellten jedoch fest, dass sie wegen persönlicher Differenzen nicht weiter mit der Agentur arbeiten konnten. Somit verlängerte sich der Prozess um ein weiteres Jahr. Die Zeit, bis die Band ihr Album veröffentlichte, verzögerte sich. Das erklärt die Band als grösste Enttäuschung seit ihrer Entstehung. «In dieser Zeit erlitten wir viele Rückschläge und der Schlagzeuger Timo Meier verliess uns. Die Bandmoral war auf einem Tiefpunkt, wir holten sie uns mit dem neuen Schlagzeuger aber zurück», erinnert sich Asllani.

Zweites Album unterwegs

Mit dem Plattenlabel kam die Band in Österreich in Kontakt. Sie spielten in Wien ein Konzert im Rahmen des Vorprogramms der australischen Rocklegenden AC/DC. Nach diesem entschieden sie sich für eine Zusammenarbeit mit der Wiener Agentur. So konnten sie ihr Album im Oktober veröffentlichen.

Ganz im Sinne ihres Musikstils auch als Vinyl-Schallplatte. Pablo Infernal nutzt in Zukunft die Zeit um an neuen Songs zu arbeiten. «Das zweite Album köchelt schon in der Kreativküche», verrät die Band.

Autor: Loris
Gregorio

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