Leserumfrage

Wer reiten kann, soll sich auch um den Dreck kümmern

Nach der Aufregung über Pferdeäpfel in Dübendorf haben wir bei unseren Lesern nachgefragt, wer denn nun die braunen Häufchen wegmachen soll. Das Resultat fiel überdeutlich aus.

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Dieses Flugblatt hing diese Woche überall am Sonnenberg. (Leserbild: Corinne Käufeler)

Am Sonnenberg in Dübendorf sorgten diese Woche Pferdeäpfel auf den Spazierwegen für Unmut: Züriost-Leserreporterin Corinne Käufeler hatte auf ihrem Spaziergang mehrere Flugblätter entdeckt, auf denen offenbar ein Passant seiner Empörung über liegen gelassene Exkremente Luft machte (mehr dazu).

Züriost wollte es genauer wissen. Wir haben bei unseren Lesern nachgefragt, wer denn für die Entfernung der braunen Bollen zuständig sein soll.

Verursacherprinzip geht vor

Das Resultat unserer Umfrage zeigt klar: Wer ausreiten kann, kann sich auch um die Ausscheidungen seines Reittiers kümmern. 70 Prozent aller Umfrageteilnehmer appellieren an das Verantwortungsgefühl der Reiter.

Weitere 8 Prozent finden zwar auch, dass die Pferdeäpfel entfernt werden müssen. Jedoch sehen sie die Gemeinde in der Pflicht.

Jeder Fünfte ist dagegen der Meinung, dass man die braunen Häufchen einfach liegen lassen soll. Ist schliesslich alles «Natur pur».

Lediglich 2 Prozent aller Umfrageteilnehmer sind unschlüssig, wer hier zuständig sein soll.

Insgesamt haben bis Donnerstagabend 87 Personen an der Umfrage teilgenommen.

«Wämer suscht kei Problem hät»

Auch auf Facebook haben sich zwei Leser zu Wort gemeldet: Hier geht es aber nicht in erster Linie um die Frage, wer denn den «Dreck» nun wegräumen soll. Nina Reiser und Rolf Hässig sind der Meinung, dass das Problem an sich gar keines ist.

Reiser jedenfalls findet die ganze Geschichte reichlich übertrieben. «Jesses, wäg es paar Rossbölleli», schreibt sie. Hundekot sei ein viel grösseres Problem, findet sie. Aber eben: «Wämer suscht kei Problem hät.»

Auch Hässig ist der Meinung: Wer sich daran störe, solle doch in die Stadt ziehen. Das sei doch dasselbe, wie wenn sich jemand, der auf dem Land wohne, im Sommer am Lärm von Kuhglocken störe. (khe)

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