René Osterwalder

Volketswiler Baby-Quäler gelangt ans Bundesgericht

René Osterwalder bemüht sich seit Jahren um die Aufhebung seiner Verwahrung. Nun wird sich das Bundesgericht mit dem Kinderschänder aus Volketswil beschäftigen. In den Jahren 1991 und 1992 hatte er ein Baby und ein Kleinkind aufs Schwerste sexuell ausgebeutet.

von
Mike
Gadient
Uhr

Das Bundesgericht soll nun über die Dauer der Verwahrung von René Osterwalder entscheiden. (Bild: zvg)

Der als Baby-Quäler bekannt gewordene René Osterwalder kämpft weiterhin für seine bedingte Entlassung aus der Verwahrung. Nachdem das Zürcher Verwaltungsgericht sein Begehren abgelehnt hatte, wendet sich der 63-Jährige nun ans Bundesgericht, wie dieses am Mittwoch mitteilte.

Das Verwaltungsgericht Zürich sah wegen der mässigen Therapieerfolge weiterhin eine Wiederholungsgefahr. Eine günstige Prognose sei zu verneinen. Die Zürcher Direktion der Justiz und des Innern habe die geforderte bedingte Entlassung im Dezember 2016 zu Recht verweigert.

«Deutliches Rückfallrisiko»

Die Zürcher Justizdirektion stützte sich damals unter anderem auf einen Behandlungsbericht des Psychiatrisch-Psychologischen Dienstes des Justizvollzugs (PPD). Dieser geht von «einem deutlichen Rückfallrisiko für schwere sadistische Sexualdelikte bei einer nur gering ausgeprägten Beeinflussbarkeit» aus. Der 63-Jährige, der in Dübendorf eine Informatikfirma betrieb, sagt von sich selber, dass er heute ungefährlich sei.

Das inzwischen abgeschaffte Zürcher Geschworenengericht hatte Osterwalder im Mai 1998 des mehrfachen versuchten Mordes, der mehrfachen schweren Körperverletzung, der mehrfachen sexuellen Handlung mit Kindern und der mehrfachen Schändung schuldig gesprochen. Das Gericht verhängte eine 17-jährige Freiheitsstrafe und ordnete die Verwahrung an.

Im Hungerstreik

Osterwalder hatte in den Jahren 1991 und 1992 ein Baby und ein Kleinkind, die ihm von Bekannten zum Hüten anvertraut wurden, aufs Schwerste sexuell ausgebeutet und die Taten gefilmt. Die Vergehen fanden in einer Wohnung in Volketswil statt. 1992 beging er zudem sexuelle Handlungen mit einem 12-jährigen Knaben.

Osterwalder sorgte in den vergangenen Jahren nicht nur mit seinen Bemühungen, aus der Verwahrung entlassen zu werden, für Schlagzeilen. Im Frühling 2013 trat er in einen Hungerstreik, weil er nicht mit einem Mithäftling zusammenleben durfte, in den er sich verliebt hatte. (sda)

Autor: Mike
Gadient

Kommentare

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare können nur von registrierten Benutzern erfasst werden. Gehe zur Registrierung.