Dübendorfer Nationalrat

Martin Bäumle fordert Bodycams für Polizisten

Nach den Ausschreitungen vor der Reitschule in Bern macht sich Martin Bäumle (GLP) für den Einsatz von Bodycams stark. Diese würden die Täter überführen und die Polizisten besser schützen, so der Dübendorfer in der TV-Sendung «Sonntalk».

von
Mike
Gadient
Uhr

«Wir brauchen keine neue Gesetze, sondern müssen die bestehenden resoluter anwenden», fand Martin Bäumle, Präsident der GLP Schweiz, im «Sonntalk» auf «Tele Züri» gewohnt deutliche Worte. Wären die Polizisten bei den Krawallen im Bern am Samstagabend, 25. Februar, mit sogenannten Bodycams ausgerüstet gewesen, hätte man den Demonstranten mehr nachweisen und sie dadurch länger festhalten können, so Bäumle.

Bei der damaligen Protestkundgebung vor dem alternativen Kulturzentrum Reitschule wurden zehn Polizisten verletzt. Demonstranten warfen mit Steinen und Feuerwerkskörpern, die Polizei wehrte sich mit Tränengas, Gummischrot und Wasserwerfern.

Wüste Szenen spielten sich am Samstagabend, 25. Februar 2017, in Bern ab. (Bild: Keystone)

 

Kamera an der Uniform

«Bodycams würden die Polizisten mehr schützen. Wir brauchen mehr Überwachung», sagte Bäumle. Bei den Bodycams handelt es sich um kleine Videokameras, die an der Uniform festgemacht und das Geschehen aus der Sicht des Polizisten aufzeichnen können.

SVP-Nationalrat Andreas Glarner, ebenfalls Gast in der Sendung, begrüsste den Vorstoss seines Amtskollegen aus Dübendorf. So könne das Vergehen nachgewiesen werden und der Täter wäre nicht wie heute nach wenigen Stunden wieder auf freiem Fuss. «Sie müssten ihrem Vorgesetzten endlich erklären, warum sie am Montag nicht zur Arbeit erschienen sind.»

Min Li Marti, SP-Nationalrätin aus Zürich, ging auf Bäumles Forderung nicht ein. Sie argumentierte, dass das Problem darin liege, dass der Berner Sicherheitsvorsteher Reto Nause (CVP) keinen direkten Einfluss auf die Polizei habe. Sie forderte deshalb die Abschaffung der Einheitspolizei in Bern und die Zusammenlegung von Kantons- und Stadtpolizei.

Autor: Mike
Gadient

Kommentare

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare können nur von registrierten Benutzern erfasst werden. Gehe zur Registrierung.