Nach Vorwürfen von «Carlos»

Untersuchung gegen Pfäffiker Gefängnis

Der wegen schwerer Körperverletzung verurteilte «Carlos» hatte bereits die Untersuchungshaft im Gefängnis in Pfäffikon abgesessen. Gegen dieses hat er Anfang Woche schwere Vorwürfe erhoben. Diese will die Justizdirektion nun abklären lassen.

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Wurde «Carlos» in der Untersuchungshaft schlecht behandelt? Sein Anwalt hatte am Montag vor dem Bezirksgericht Zürich entsprechende Vorwürfe erhoben. Gar von «Folter» war die Rede (mehr dazu). Die Zürcher Justizdirektion lässt die Haftbedingungen nun durch den pensionierten Staatsanwalt Ulrich Weder untersuchen.

Nur Wasser und Brot?

Der unter dem Namen «Carlos» bekannt gewordene 21-Jährige wurde Anfang der Woche der versuchten schweren Körperverletzung schuldig befunden und zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 18 Monaten verurteilt.

Vor Gericht sagte sein Anwalt, «Carlos» sei in der Untersuchungshaft in Pfäffikon schlecht behandelt worden, teilweise habe er nur Wasser und Brot bekommen.

Untersuchung soll Klarheit bringen

Mit einer Administrativuntersuchung will die kantonale Justizdirektion diese Vorwürfe nun unabhängig klären lassen. Benjamin Tommer, Mediensprecher der Justizdirektion, bestätigte eine entsprechende Meldung der «NZZ am Sonntag». Regierungsrätin Jacqueline Fehr (SP) hat Ulrich Weder mit der Aufgabe betraut.

Wie lange die Untersuchung dauert, konnte Tommer nicht sagen. Fehr wolle den Bericht vor einer Veröffentlichung auch noch der Nationalen Kommission zur Verhütung von Folter (NKVF) vorlegen, sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. (sda)

Kommentare

, Mo 13.03.2017 - 08:43
#1

Hat Carlos es wieder mal geschafft ,Unruhe zu stiften? Schickt ihn doch endlich in sein Heimatland zurück!

, Mo 13.03.2017 - 12:34
#2

hoffentlich bleibt ist die zeit knapp, für eine unnötige untersuchung, und carlos kriegt grau haare. er wurde sicher besser behandelt als das, was er verdient hätte. hoffen wir das die medien, müde werden, über so einen zu berichten.

, Mi 26.07.2017 - 18:59
#3

Die Zeit bei Carlos ist schon lange zu Ende, für spezielle, teure Therapien und Kuschelkurs.
Er soll zurück in sein Heimatland, dort kann er sich wie eine Wildsau benehmen.
Solche Ausländer müssen Ausgeschafft werden. Oder will sich die Justiz noch lange auf der Nase herum trampeln lassen?
Was würde mit einem Schweizer passieren? So kann das nicht weiter gehen!

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