Pfäffikon

Pfäffiker Gemeinderat soll schrumpfen

Die Gemeinde Pfäffikon überarbeitet ihre Gemeindeordnung. Sie will den Gemeinderat und die Schulpflege auf je sieben Mitglieder verkleinern und der Sozialbehörde neue Aufgaben geben. Die Vorlage zur Teilrevision ist jetzt in der Vernehmlassung.

von
Rita
Schlegel
Uhr

Die Gemeindeordnung von Pfäffikon soll revidiert werden. Unter anderem sollen der Gemeinderat und die Schulpflege verkleinert werden, wie die Gemeinde Pfäffikon mitteilt. Der entsprechende Vorschlag geht jetzt in die Vernehmlassung. Die Abstimmung darüber soll im nächsten Jahr erfolgen.
Gemeinderat mit sieben Mitgliedern

Der Gemeinderat hat im Rahmen der Teilrevision der Gemeindeordnung die Mitgliederzahl sämtlicher Behörden und Kommissionen überprüft. Er ist dabei zum Schluss gekommen, dass er den Gemeinderat von neun auf sieben Mitglieder verkleinern möchte. Für diesen Entscheid nennt er mehrere Argumente.

Eine kleinere Behörde entscheide schneller, weil rascher ein Konsens gefunden werde, schreibt der Gemeinderat. Sie lasse sich einfacher organisieren und mit den zwanzig Geschäftsfeldern könnten ausgeglichenere Ressorts gebildet werden. Der Gemeinderat ist dabei überzeugt, dass die zeitliche Belastung pro Person nicht steigen wird, «weil sich kleinere Gremien tendenziell besser auf das Wesentliche konzentrieren».

Effizienter und relevanter

Der Gemeinderat ortet ein «erhebliches Synergpotenzial» bei der internen Organisation, in den Abläufen und in der Kompetenzverteilung. So sollen beratende Kommissionen und Arbeitsgruppen nur noch eingesetzt werden, wenn die Projekte eine entsprechende Grössenordnung erreichen. Dabei will der Gemeinderat vor allem den Liegenschaftenbereich straffen: die heutige Liegenschaftenkommission soll ersatzlos aufgehoben werden. An ihrer Stelle soll entweder der Gemeinderat direkt entscheiden oder er soll Kompetenzen an das Ressort delegieren.

Der Gemeinderat ist weiter der Meinung, dass eine kleinere Behörde die Wahlen vereinfacht, indem die Parteien weniger Kandidaten rekrutieren müssen, und – durch einen grösseren Konkurrenzkampf – auch relevanter macht. Und schliesslich würde die Mehrheit der Gemeinden in der Grösse von Pfäffikon heute mit Gremien von sieben Personen arbeiten.

Schulpflege auf sieben Mitglieder reduzieren

Auch die Schulpflege soll auf sieben Mitglieder verkleinert werden. Die Reorganisation und Umstrukturierung der Schule in den vergangenen Jahren habe zu einer Entlastung der Schulpflege geführt. Eine Reduktion der Mitgliederzahl würde die Qualität der Schule deshalb nach Meinung der Gemeinde nicht tangieren.

Jugend und Integration bei der Sozialbehörde

Die Sozialbehörde möchte weiterhin sieben Mitglieder umfassen, obwohl sie ab dem 1. Januar 2013 das Vormundschaftswesen abgeben muss. Die Behörde hat dem Gemeinderat deshalb vorgeschlagen, zusätzliche Aufgaben zu übernehmen, namentlich die Aufgaben der Kommission für Jugend und Integration. Der Gemeinderat erachtet dies als sinnvoll. Als Folge davon könnte die heutige Kommission für Jugend und Integration auf die nächste Amtsdauer deshalb aufgehoben und deren Aufgabe der Sozialbehörde übertragen werden.

Umsetzung auf Amtsdauer 2014 bis 2018

Die Werkkommission, die Rechnungsprüfungskommission und die Natur- und Denkmalschutzkommission sollen ihre Mitgliederzahlen von sieben beziehungsweise fünf Personen beibehalten, schreibt die Gemeinde weiter. Deren Aufgabengebiet und die Mitgliederzahl seien nach wie adäquat.

Nun sind die örtlichen Parteien und die Bevölkerung eingeladen, zum Vorschlag Stellung zu beziehen. Die Vernehmlassungsfrist läuft bis Ende Februar 2013. Die Volksabstimmung über die neue Gemeindeordnung soll am 22. September 2013 stattfinden.

Autor: Rita
Schlegel

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