Lindau

Neues Oberstufenmodell an der Schule Lindau

Aufgrund verschiedener Herausforderungen musste die Schulpflege Lindau ein neues Organisationsmodell für die Oberstufe suchen. Die Suche war erfolgreich, nun geht es an die Umsetzung.

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Die Schulpflege Lindau musste eine bessere Organisationsstruktur für die Oberstufe suchen. (Archivbild: Seraina Boner)

Schüler in der Gemeinde Lindau können ihre ganze Volksschulzeit in gemeindeeigenen Schulen durchlaufen. Die starke Schwankung der Schülerzahlen stelle insbesondere die Oberstufe seit vielen Jahren vor immer neue Organisationsprobleme, schreibt die Schulpflege in einer Mitteilung. Die Klassengrössen sind sehr unterschiedlich (zu klein oder zu gross), die Anzahl der Klassen übersteigen das vom Kanton genehmigte Stellenbudget für Lehrpersonen und die Stufentrennung in A, B und C-Klassen erschwert eine kompetenzorientierte Förderung der Schüler.

Verschiedene Möglichkeiten geprüft

Das erwartete Bevölkerungswachstum in den nächsten Jahren, die pädagogischen Zielsetzungen, die organisatorischen Herausforderungen bei der Klassenbildung und die enger werdenden finanziellen kantonalen Rahmenbedingungen haben die Schulpflege erneut veranlasst, eine bessere Organisationsstruktur für die Oberstufe zu suchen. In einem längeren Prozess hat die Schulpflege die verschiedenen Organisationsformen hinterfragt und auf deren Chancen und Risiken bei einer Umsetzung geprüft.

Anlässlich einer abschliessenden Klausur im Januar haben sich Schulpflege, Schulleitungen und delegierte Lehrpersonen für das Modell der «niveaudurchmischten Jahrgangsklassen» entschieden, die Schulpflege hat daraufhin einen Entscheid getroffen: Die Oberstufe wird ab Sommer 2018 in das neue Organisationsmodell Jahrgangsklassen überführt.

Einfaches System

Das Modell der niveaudurchmischten Jahrgangsklassen ist einfach, bewährt und bestens bekannt: Die Primarschule funktioniert genauso. In einer Jahrgangsklasse werden die Schüler aller drei Stufen A, B & C gemeinsam unterrichtet. Im Unterricht werden dabei die individuellen Leistungsstärken der Schüler berücksichtigt (z.B. Sprache auf A-Stufe, Mathematik auf B-Stufe).

Die Schule Lindau bereitet sich auf diesen Wechsel intensiv vor. Eine Arbeitsgruppe wird sich mit der organisatorischen Überführung sowie mit der Bereitstellung von notwendigen Begleitmassnahmen auseinandersetzen (z.B. Klassenassistenzen, individuelle Fördermassnahmen, Begabtenförderung oder kompetenzorientierte Unterrichtsgestaltung etc.).

Unterstützt wird die Schule Lindau dabei durch eine fachliche Begleitung der pädagogischen Hochschule sowie auf Erfahrungs-Ebene durch eine Schulpartnerschaft mit der Sekundarschule Bubikon (gleiches Schulmodell, analoge Gemeindestrukturen wie Lindau). (eka)

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