SP-Politiker aus Illnau

Rentenreform: Molina kritisiert seine Nachfolgerin

Fabian Molina ist gar nicht damit einverstanden, wie die Juso die Altersreform von SP-Bundesrat Alain Berset bekämpft. Die Jungpolitiker würden der «Sache nichts Gutes tun».

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Fabian Molina ist mit der Vorgehensweise von Juso-Präsidentin Tamara Funiciello nicht einverstanden. (Archivbild: Nicolas Zonvi)

Nächste Woche entscheidet das Parlament über die Altersreform 2020. Die Juso um Präsidentin Tamara Funiciello will sich gegen die Vorlage ihres eigenen Bundesrats wehren, weil das Rentenalter für Frauen auf 65 Jahre angehoben werden soll. Auch Fabian Molina gibt zu, dass er das von Innenminister Alain Berset (SP) vorgesehene höhere Rentenalter für Frauen nicht gerne schluckt.

Ein Referendum erachtet der Illnauer aber als falschen Weg. «Wer die Vorlage präventiv von links her bekämpft, tut der Sache nichts Gutes», sagt Molina gegenüber dem «Blick». Seine Nachfolgerin habe sich verrechnet, sagt der ehemalige Juso-Präsident. «Die Schweiz steuert auf eine Finanzierungslücke hin, die geschlossen werden muss», so Molina.

Er unterstützt deshalb einen von seinen Parteikollegen Cédric Wermuth, Mattea Meyer, Mathias Reynard und Jean-Christophe Schwaab aufgesetzten offenen Brief, der die Juso umstimmen soll.

(Quelle: Twitter/Molina)

 

70 Franken mehr

Gerade Frauen, die Teilzeit arbeiten, würden gemäss Molina vom Modell des Ständerats, das 70 Franken mehr AHV für alle Neurentner vorsieht, profitieren.

Der Ständerat will einen Zuschlag von 70 Franken auf neue AHV-Renten und höhere Ehepaar-Renten. Damit sollen die Rentenausfälle ausgeglichen werden. Diese entstehen, weil der Umwandlungssatz in der obligatorischen beruflichen Vorsorge von 6,8 Prozent auf 6 Prozent gesenkt wird, was 12 Prozent weniger Rente bedeutet.

An der Urne wird entschieden

National- und Ständerat stimmen am kommenden Donnerstag über Vorschläge der Einigungskonferenz ab. Kommt eine Einigung zustande, folgt am Freitag die Schlussabstimmung. Danach ist die Stimmbevölkerung am Zug. Wegen der notwendigen Verfassungsänderung gibt es ohnehin eine Volksabstimmung. (mig/sda)

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