Illnau-Effretikon

Ein Sinnbild für die Transparenz

Vier Wände aus Glas sollen eine Woche lang einen Einblick in die Jugendarbeit der Katholischen Kirche gewähren. Die Workshops, Konzerte und Spiele im Glaskubus Effretikon stehen allen offen, wie Organisatorin Nicole Sommer betont.

von
Annalisa
Hartmann
Uhr

Illnau-Effretikon macht als eine der ersten Gemeinden vom Glaskubus Gebrauch. (Bild: zvg)

Gemeinsam tanzen, spielen oder auch einfach bei einem alkoholfreien Drink den Abend geniessen. Für Nicole Sommer, Jugendarbeiterin der Katholischen Kirche Illnau-Effretikon, gehören solche gesellschaftlichen Aktivitäten zum Programm der Kirche, genauso wie ein Gottesdienst. «Kirche ist Gemeinschaft», sagt sie.
Vielen Menschen sei nicht bewusst, dass die Katholische Kirche auch ausserhalb des kirchlichen Gebäudes aktiv ist. Und dass die Angebote auch Menschen anderer Konfessionen und Religionen offen stehen. Als Beispiel nennt Sommer die Tanzgruppe «Roundabout» für junge Mädchen. «Nur zwei von zwölf Mädchen sind katholisch. Aber das macht nichts», sagt sie.

Eine der ersten Gemeinden
Durch das Projekt soll die Bevölkerung darauf aufmerksam werden, was die katholische Jugendarbeit eigentlich bietet und dass diese allen Jugendlichen in der Gemeinde offen steht. Ein Glaskubus steht als Sinnbild für diese Transparenz. Es handelt sich um ein durchsichtiges Gebilde von fünf auf fünf Metern, welches für die Zeit vom 30. August bis zum 6. September auf dem Vorplatz der Kirche St. Martin in Effretikon aufgebaut wird.

Es handelt sich um ein Projekt der katholischen Jugendseelsorge des Kantons Zürich, welches vor zwei Jahren lanciert wurde. «Wir sind eine der ersten Gemeinden, die vom Kubus Gebrauch machen», sagt Sommer. Seit einem Dreivierteljahr ist sie nun mit der Organisation beschäftigt. Auf dem Programm stehen unter anderem Workshops zum Cocktailmixen, Parkour, CD's auflegen oder Schminken, ausserdem Auftritte von Roundabout und Jugendchor mit der anschliessenden Möglichkeit, mitzumachen. Auch besinnlichere Momente wie Meditationen oder ein Gottesdienst für Jugendliche finden Platz.

«Viele Angebote laufen nicht nur während der Glaskubus-Woche, sondern werden von uns regelmässig durchgeführt», sagt Sommer. Sie hofft, dass der Glaskubus von vielen Personen wahrgenommen und genutzt wird. «Unsere Angebote sollen nicht nur im kleinen Kreise stattfinden.» Für Besucher, die nicht nur Action sondern einfach Austausch und Entspannung suchen, sei der Kubus jeweils eine Stunde vor Programmstart geöffnet. Sie können es sich in der Lounge mit einem Getränk gemütlich machen.

Erste Erfahrungen als DJ
Das Thema für die Projektwoche lautet «Lebensfreude-Gottesfreude». Dieses zeigt sich zum Beispiel im sogenannten Zoom-Gottesdienst, der Lachen und Humor in den Fokus rückt, sagt Sommer. Der Jugendarbeiterin war es wichtig, dass sich auch die Jugendlichen selber in den Kubus einbringen können. Wer zum Beispiel den DJ-Kurs oder den Cocktail-Kurs besucht hat, darf bei der Party im Kubus auflegen oder ausschenken.

Von Mittwoch, 30. August bis Mittwoch, 6. September ist auf dem Vorplatz der katholischen Kirche St. Martin in Effretikon ein Glaskubus aufgebaut. Täglich finden im Kubus Angebote statt. Diese richten sich an alle Jugendlichen unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit. Zum Programm gehören Aktivitäten wie Krimi-Spiele, Football mit einem Profi, ein Make-up-Kurs oder eine Party. Mehr Infos gibt es auf der Website der Katholischen Kirche.
www.pfarrei-effretikon.ch

 

Autor: Annalisa
Hartmann

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