«Polistei» vs. Polizei

Scherzkeks zieht in Wetzikon den Kürzeren

Wer sein Auto mit «Polistei» anschreibt, tut grundsätzlich nichts Illegales. Trotzdem musste ein junger Mann nach einer Kontrolle den entsprechenden Schriftzug abmontieren.

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Am Dienstagmittag führte die Kantonspolizei Zürich an der Rapperswilerstrasse in Wetzikon Kontrollen durch. An und für sich nichts Besonderes, wäre da nicht ein ganz spezielles Auto gewesen, das die Aufmerksamkeit der Passanten – und auch diejenige der Polizisten – auf sich zog.

Passanten bestaunen das «Polistei»-Auto, während es von den Polizisten kontrolliert wird. (Bild: Andreas Kurz)

Der weiss-grüne VW Jetta sieht aus wie ein alter Streifenwagen der deutschen Polizei. Auch der Schriftzug auf der Seite des Autos deutet auf den ersten Blick darauf hin. Auf den zweiten allerdings nicht mehr. Dem aufmerksamen Leser fällt auf: Statt «Polizei» steht dort «Polistei».

Lustig, fanden die Beobachter. Weniger lustig jedoch fanden es die Polizisten, die das Auto haargenau unter die Lupe nahmen. Der Fahrer des Autos musste den Schriftzug letztlich entfernen. «Der Schriftzug an sich war kein Problem», sagt Carmen Surber, Mediensprecherin der Kantonspolizei Zürich. Die Buchstaben selber aber seien aus Metall gewesen und hätten scharfe Kanten gehabt. «Deshalb haben die Polizisten den Mann gebeten, den Schriftzug abzunehmen.»

Meldung an Strassenverkehrsamt

Der vermeintliche «Polistist» (oder «Polisteier»?) folgte den Anweisungen, nahm die Lettern ab und durfte weiterfahren. Ganz ohne Folgen für den jungen Mann bleibt die Kontrolle allerdings nicht. «Das Fahrzeug wird dem Strassenverkehrsamt gemeldet, da offensichtliche Veränderungen vorgenommen wurden», sagt Surber.

Ob das den Mann im VW Jetta allerdings davon abhalten wird, künftig weiterhin als «Polistei»-Beamte durch die Gegend zu fahren, bleibt offen. In den sozialen Netzwerken kursieren zahlreiche Bilder und Videos des originellen Autos. Und die zeigen, dass der Möchtegern-Streifenwagen nicht zum ersten Mal in eine Kontrolle kam.

Für Surber keine Überraschung: «Ist jemand mit einem speziell auffälligen Fahrzeug unterwegs, muss er damit rechnen, einmal mehr kontrolliert zu werden.» (dak)

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