Wetziker Steeple-Läuferin

Bitteres Aus für Schlumpf im Regen von London

Fabienne Schlumpf muss an den Weltmeisterschaften in London über 3000 m Steeple eine herbe Enttäuschung verkraften. Sie verpasst das Finalticket denkbar knapp.

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Vor rund 60‘000 Zuschauer im Londoner Olympiastadion gelang Fabienne Schlumpf im Vorlauf über 3000 m Steeple keine Glanzleistung. In 9:36.08 Minuten verpasste die 26-Jährige einen der begehrten 15 Finalplätze für Freitagabend. Auf der Zielgeraden wurde Schlumpf noch von der argentinischen Konkurrentin Belén Adaluz Casetta überspurtet. Der Verlust des sechsten Platzes kostete ihr letztlich den Einzug in den Final, obwohl sie die dreizehntbeste Zeit aller Teilnehmerinnen lief.

Schlumpfs persönliche Bestzeit steht bei 9:21,65 Minuten, in der Weltjahresbestenliste liegt die Wetzikerin an 15. Stelle. Doch am Mittwochabend konnten gemäss Schlumpf «die Beine nicht mehr», um im dritten und letzten Vorlauf bei strömendem Regen die enteilte Konkurrenz einzuholen.

«Habe alles gegeben»

Im Interview mit dem Schweizer Fernsehen erklärte die Schweizer Rekordhalterin und Olympia-Finalistin 2016, dass sie enttäuscht sei, das Saisonziel verpasst zu haben. Sie habe sich gut vorbereitet gefühlt und nicht gemerkt, dass Casetta auf der Zielgeraden aufschloss. «Ich habe bis ins Ziel alles gegeben. Schade, dass ich den sechsten Platz noch verlor», so Schlumpf, die auch das Wetter nicht als Ausrede gelten lassen wollte.

Kein Glück an Weltmeisterschaften

Schlumpf startete zum zweiten Mal nach 2013 in Moskau an einer WM. Bereits die Premiere endete mit einer Enttäuschung. Die Oberländerin wurde damals im Vorlauf nach einem guten Auftritt disqualifiziert, weil sie beim Wassergraben die Linie übertreten hatte.

Zwei Jahre später knackte die vielseitige Läuferin die WM-Limite erneut, verzichtete wegen Überlastungssymptomen aber auf einen Start. (mig)

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