KZO-Schüler gewinnen SYPT

«Big Bang Theory» im Oberland

63 Gymnasiasten kämpften am Swiss Young Physicists' Tournament um den Titel des Physik-Schweizer-Meisters. Am 18. und 19. März demonstrierten sie an der ETH Lausanne ihr Können. Den besten – eine Gruppe Jungs aus dem Oberland – winkt eine Teilnahme an die Weltmeisterschaft in Singapur.

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Kann man aus einer einzigen Linse ein Teleskop konstruieren? Warum sieht ein schwingender Wassertropfen aus wie ein Stern? An diesen und ähnlichen Fragestellungen zerbrachen sich die Schüler über Monate hinweg den Kopf. Dabei verbrachten sie viel Freizeit mit Planung, Experimenten oder der zugrunde liegenden Theorie.

Ab 18. März galt es dann ernst: An der ETH Lausanne mussten die Physikbegeisterten ihre Resultate in sogenannten Physics Fights präsentieren. In einer Art wissenschaftlicher Debatte stellten die Teilnehmer zuerst ihre Arbeit vor und wurden daraufhin mit kritischen Fragen eines gegnerischen Teams konfrontiert – abgeräumt hat ein Team aus dem Zürcher Oberland.

An die Grenzen des Verstands

Die KZO-Schüler Aladin Bouddat aus Uster, Florian Wirth aus Pfäffikon und Johann Schwabe aus Wetzikon nannten sich die Dead Physicists’ Society. «Natürlich ist der Name in Anlehnung an Dead Poets’ Society (Der Club der toten Dichter) entstanden», erklärt Aladin Bouddat gegenüber Züriost.

Aber was bringt drei Teenager-Jungs dazu, sich in der Freizeit mit Physik zu beschäftigen? Bouddat hat eine klare Antwort: «Die Physik bringt uns mit Konzepten wie der Relativitäts- oder der Stringtheorie an die Grenzen unseres Verstands und führt die Menschheit zu grossen Entdeckungen wie Computern und Lasern, welche zu Technologien führen, die unser Leben verändern. So ermöglicht uns die Physik beispielsweise Technologien, die für die Krebsheilung oder für die Entwicklung von nachhaltigen Energielösungen eingesetzt werden können.» Alles klar, dann weiter so!

Von sternförmigen Schwingungen und inhomogenen Magnetfeldern

Die Mitglieder des Teams haben sich für den Wettbewerb mit verschiedenen physikalischen Problemen beschäftigt – die wenigstens die drei verstanden haben:

Aladin Bouddat «Leidenfrost Stars»: Die Untersuchung von sternförmigen Schwingungen eines auf einer Dampfschicht schwebenden Tropfens.

Florian Wirth «Pulling Glasses Appart»: Die Untersuchung der Kräfte, die zwei Glassscheiben mit Wasser dazwischen zusammenhalten.

Johann Schwabe «Magnetic Hills»: Die Untersuchung von hügelförmigen Strukturen und Spikes von Ferrofluid (magnetisierter Flüssigkeit) in einem inhomogenen Magnetfeld.

Weltmeisterschaft in Singapur

Die besten neun des Wettbewerbs in Lausanne erhalten nun die Möglichkeit, ein weiteres Problem zu bearbeiten. Von denen werden dann wiederum fünf fürs International Young Physicists’ Tournament (IYPT) in Singapur selektioniert. Sie werden dort an der Weltmeisterschaft die Schweiz vertreten und können sich mit Gleichgesinnten aus der ganzen Welt messen. (eka)

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