HC KZO Wetzikon

Aufbruchstimmung im Misserfolg

Der HC KZO Wetzikon im freien Fall: Nach einer gänzlich verpatzten Saison ist der Sturz in die 3. Liga nicht mehr abzuwenden. Die sport­liche Aufholjagd erfolgte zu spät – die jüngsten Siege geben aber zumindest Zuversicht.

von
David
Schweizer
Uhr

Zurück beim HC KZO Wetzikon: Christian Brügger, hier noch in der 1. Liga im Angriff gegen Lägern Wettingen. (Archivbild: Christian Merz)

Das Aufbäumen kommt spät – zu spät. Gleich zwei Siege in Folge gab es zuletzt für den Handball-Zweitligisten HC KZO Wetzikon. Nur: Es sind die ersten Saisonerfolge überhaupt. Die Oberländer liegen vor dem letzten Spiel abgeschlagen am Tabellenende der Gruppe 2. Für die jüngsten Leistungen gab es zwar Lob von der Gegnerschaft – der zweite Abstieg in Folge ist aber trotzdem nicht mehr abzuwenden. «Wir haben die Situation etwas unterschätzt», sagt der langjährige Spieler Cédric Riwar zum Super-GAU. «Zu Beginn gingen einige Partien knapp verloren. Dann gerieten wir in eine Negativspirale.»

Während neun Saisons hatten die Wetziker bis im letzten Frühling in der 1. Liga gespielt. Trainer Robin Gerber zog es nach dem Abstieg zum Lokalrivalen TV Uster. Mit ihm verliessen auch mehr Spieler als zunächst erwartet den Verein.

«Neuer Coach, neues Team und eine kurze Vorbereitung. Das war wohl etwas viel auf einmal», fasst Riwar zusammen. Er selbst konnte seine Kollegen nach einer schweren Knieverletzung nur noch von der Seitenlinie aus unterstützen, als Assistent des aus der Nachwuchsabteilung nachgezogenen Cheftrainers Philipp Reiser.

«Dio» Gmür kehrt zurück

Doch so sehr die erneute Relegation schmerzt – den Tiefpunkt haben die Wetziker mental bereits überwunden. Es herrscht nämlich wieder so etwas wie Aufbruchstimmung. Eine Schlüsselrolle hat dabei Riwar inne – in seiner neuen Funktion als designierter Sportchef im Verein.

Seit Wochen bastelt der 35-Jährige am Gerüst für die kommende Saison – mit dem Ziel sofortiger Wiederaufstieg. «Der Grossteil der Spieler bleibt», äussert sich Riwar nach zahlreich geführten Einzelgesprächen zuversichtlich. Dazu sollen weitere ehemalige Wetziker – wie der bereits im Verlauf der Saison heimgekehrte Christian Brügger – in die Walenbach-Halle zurückfinden.

Zuversicht gibt ausserdem die Neubesetzung auf der Trainerposition mit Dionys «Dio» Gmür und Präsident Jürg Koller. Das Wetziker Urgestein Gmür gibt damit sein Comeback. Er hatte das Team schon mehrfach betreut und es auch vor ziemlich genau zehn Jahren in die 1. Liga geführt.

Eine neue Spielgemeinschaft

Viel erhofft man sich beim HC KZO Wetzikon des Weiteren mit der Ausweitung der Kooperation mit der HSG Pfäffikon-Fehraltorf. Im Nachwuchs machen die Klubs unter dem Namen SG Züri Oberland bereits gemeinsame Sache.

Für die kommende Saison wird nun auch bei den Aktiven eine Spielgemeinschaft mit der bereits in der 3. Liga spielenden HSG Pfäffikon-Fehraltorf gebildet. Laut Riwar bringt das Zusammenspannen vor allem für die Junioren nur Vorteile. «Diese können damit in beiden Teams eingesetzt werden», sagt er. Klar definiert sind hingegen die Prioritäten zwischen den beiden Teams: «Das bisherige Pfäffiker Team hat sich den Ligaerhalt zum Ziel gesetzt. Dabei steht der Spass am Handball im Vordergrund».

Autor: David
Schweizer

Kommentare

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare können nur von registrierten Benutzern erfasst werden. Gehe zur Registrierung.