Ermittlungen abgeschlossen

In Hinwil gefasster Einbrecher war wohl Serientäter

In Hinwil wurde er in flagranti erwischt, als er in ein Sportgeschäft einbrach. Nun wirft der Staatsanwalt dem 45-jährigen Ukrainer über ein Dutzend weitere Fälle vor. Deliktsumme: Beinahe eine Viertelmillion Franken.

von
Andreas
Kurz
Uhr

Mit Einbrüchen in der halben Schweiz soll sich der Ukrainer seinen Lebensunterhalt finanziert haben. In Hinwil war Endstation. (Symbilbild: Mike Gadient)

Der Beutezug, der ihm zum Verhängnis wurde, war mit Sicherheit nicht sein lukrativster. Im März erwischte die Zürcher Kantonspolizei einen 45-jährigen Ukrainer auf frischer Tat, als er in ein Hinwiler Sportgeschäft einbrach. In zwei Rucksäcken stellte die Polizei das Diebesgut – Turnschuhe und Kleider im Wert von über 1000 Franken – sicher.

Die Polizei wurde durch den Einbruchsalarm des Geschäfts alarmiert. Als sie beim Tatort eintraf, stand der Täter gerade noch auf dem Dach des Verkaufszentrums. Er wurde mithilfe einer Drehleiter der Feuerwehr Hinwil «herunterbegleitet».

Illegal in der Schweiz

Offenbar war der Täter auch in anderen Kantonen aktiv. Vergangene Woche hat die Kantonspolizei St. Gallen ihre mehrmonatigen Einbruchsermittlungen gegen den Ukrainer, der sich illegal in der Schweiz aufhielt, abgeschlossen. Aufgrund der Ermittlungen  konnte ihm die Polizei zahlreiche weitere Delikte nachweisen.

Wie die St. Galler Kantonspolizei schreibt, werden ihm 15 Vermögenstatbestände sowie zwei weitere Delikte angelastet. Die Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen erhebt aufgrund der Ermittlungen Anklage wegen gewerbsmässigen Einbruchdiebstahls, Widerhandlungen gegen das Ausländergesetz sowie Beschimpfung.

Hoher Sachschaden verursacht

Die Einbrüche habe der mutmassliche Täter vorzugsweise in Einkaufszentren mit mehreren Ladengeschäften verübt. Die Tatbegehungen erfolgten in den Kantonen Bern, Freiburg, Zürich und St. Gallen. Der gesamte Deliktsbetrag liegt bei rund 220‘000 Franken. Geklaut wurde vor allem Sportbekleidung, Schmuck und Zigarettenstangen.

Um ans Diebesgut zu kommen, zerbrach der Täter vielfach Ausstellungsvitrinen. So entstand ein hoher Sachschaden von rund 67‘000 Franken. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten vor, sich seinen Lebensunterhalt durch den Verkauf des Deliktsguts finanziert zu haben.

Autor: Andreas
Kurz

Kommentare

Wahrscheinlich nicht. Nach Feststellung seiner Personalien wird er wohl bis zum Gerichtstermin wieder frei gelassen, damit er das Weihnachtsgeschäft nicht verpasst. In einigen Monaten wird er schliesslich zu einer bedingten Gefängnisstrafe von einigen wenigen Monaten verurteilt werden. Bitte Herr Kurz: belehren Sie mich eines Besseren!

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