5 Tipps vom Experten

Auch im Herbst und Winter auf Nummer sicher fahren

Bereits im Herbst können die Temperaturen in den einstelligen Bereich sinken, die Fahrbahnen werden durch nasses Laub, Regen und Raureif rutschig. Dazu verschlechtern Nebel und Dämmerlicht die Sichtverhältnisse. Das Unfallrisiko steigt. Grund genug, beim Autofahren besonders vorsichtig zu sein.

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Vorsicht beim Fahren in den Herbst und Wintermonaten. (Symbolbild: zvg)

Sebastian Grimm, Manager Technical Services von Bridgestone, dem Weltmarktführer der Reifen- und Gummibranche, gibt fünf Ratschläge für die richtige Fahrweise in den Herbst- und Wintermonaten. Er empfiehlt dringend, bereits im Oktober auf eine winterliche Bereifung umzusteigen.

1. Vorsicht bei Nebel

Zu schnelles Fahren und zu geringer Sicherheitsabstand sind fast immer die Ursache für Massenkarambolagen. So sollte die Geschwindigkeit bei einer Sicht von 50 Metern auch nur maximal 50 km/h betragen. Bei dem Sicherheitsabstand bei Nebel lautet die Regel: Sichtweite gleich Sicherheitsabstand.

2. Achtung, längerer Bremsweg

Nasses Laub und Raureif im Herbst verändern das Bremsverhalten extrem. Auf einer nassen Fahrbahn beträgt der Bremsweg mit Sommerreifen bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h bereits 50 bis 75 Meter – bei Laub und Schmutz kann sich dieser sogar auf 100 Meter oder mehr verlängern. Auf Schnee und Eis oder bei Aquaplaning kommen Fahrzeuge mit Winterreifen definitiv früher zum Stehen als mit Sommerreifen.

3. Aquaplaning –bloss nicht ins Schwimmen kommen

Der Herbst ist dunkel – zusätzlich droht durch Starkregen oftmals auch Aquaplaning-Gefahr. Die Reifen schwimmen auf, verlieren den Kontakt zur Fahrbahn und geraten ins Rutschen. Dann gilt: Ruhe bewahren, ruckartige Lenkbewegungen vermeiden, vom Gas gehen und die Kupplung treten, bis der Reifen wieder einen Kontakt zur Fahrbahn hergestellt hat. Wichtig bei Starkregen: Den Sicherheitsabstand zum Vordermann einhalten.
4. Schlechte Sicht und Wildwechsel
Bei schlechter Sicht, vor allem nachts und in den frühen Morgenstunden, ereignen sich Wildunfälle besonders häufig. Bei einem Aufprall mit Tempo 50 erhöht sich das Eigengewicht der Wildtiere um das 25-Fache. Also: Beim Zeichen für Wildwechsel unbedingt Geschwindigkeit erheblich verringern.

5. Reifenpanne – kein Grund zur Panik

Rund 32 Prozent der Autofahrer können ihren Reifen nicht selbstständig wechseln. In manchen Fällen lässt sich ein Reifenwechsel jedoch kaum vermeiden. Zunächst den sicheren Stand des Fahrzeugs überprüfen, danach das defekte Rad entfernen und bei der Montage des Ersatzrades die Schrauben bei angehobenem Fahrzeug zuerst mit der Hand anziehen. Das Auto herunterlassen und die Muttern mit dem Schlüssel gleichmässig und richtig festziehen. Weiterhin darf ein Notrad, welches wesentlich kleiner ist und auch nur eine bedingte Reichweite aufweist, nicht mit einem vollwertigen Ersatzrad verglichen werden. (red)

www.bridgestone.ch

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